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Gesund in der Arbeitswelt

Die Arbeitswelt ist durch eine Vielzahl an potenziellen Risikofaktoren und Stressoren gekennzeichnet. Diese können sowohl physikalischer, chemischer oder biologischer Natur sein und/oder sich durch hohe körperliche wie psychosoziale Belastungen/Anforderungen am Arbeitsplatz bemerkbar machen. Auch die demografischen, organisatorischen und technologischen Veränderungen der heutigen Arbeitswelt beeinflussen die Gesundheit, das Wohlbefinden und die Lebensqualität von Arbeitnehmer*innen zunehmend.

Stressoren_Risiken

Ob man sich fit oder erschöpft fühlt, wird durch die Häufigkeit und Intensität, in der die Arbeitsanforderungen auf den Einzelnen einwirken, bestimmt. Sind ausreichend arbeitsplatzbezogene und persönliche Ressourcen bzw. Schutzfaktoren (z.B. intrinsische Motivation, Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten, Anerkennung, gute Führung und ausreichende Wertschätzung) vorhanden, lassen sich die Anforderungen gut bewältigen und man fühlt sich gesund. 

Im Rahmen von Gesundheitsförderung lässt sich Gesundheit beeinflussen, indem Anforderungen abgebaut und Ressourcen gestärkt werden und so ein Gleichgewicht zwischen diesen beiden Komponenten geschaffen wird.

Anforderungen_Ressourcenmodell

Durch ein betriebliches Gesundheitsmanagements (BGM) lassen sich betriebliche Rahmenbedingungen, Strukturen und Prozesse schaffen, die Arbeit und Organisation sowie das Verhalten der Mitarbeiter*innen gesundheitsförderlich beeinflussen. Dazu werden Maßnahmen des Arbeitsschutzes, des betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM) und der betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) zu einem ganzheitlichen Managementsystem verbunden.

Die Arbeitsgemeinschaft Betriebliches Gesundheitsmanagement

Die Arbeitsgemeinschaft (AG) Betriebliches Gesundheitsmanagement, die unter dem Dach der Gesundheitsregion agiert, setzt sich aus verschiedenen Akteuren des Gesundheitswesens (z.B. Krankenkassen, Rentenversicherung, Ärzten, Hochschule Weserbergland usw.) zusammen. Ziel der Arbeit der AG BGM ist es, die (klein- und mittelständischen) Betriebe und Unternehmen aus dem Landkreis Hameln-Pyrmont für das Thema Arbeit und Gesundheit zu begeistern als auch Ansätze zur Einführung und Weiterentwicklung von gesundheitsförderlichen Maßnahmen im Betrieb zu liefern. Dazu organisiert die AG BGM jährlich eine Veranstaltung zu unterschiedlichen gesundheits- und arbeitsbezogenen Schwerpunktthemen. Informationen zu den bisherigen Veranstaltungen der AG BGM können Sie hier einsehen.

 Weitere Informationen

Weiterführende Informationen zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement erhalten Sie unter den folgenden Adressen:

 

Quellenangaben:

Badura, B., Walter U. & Hehlmann, T. (Hrsg.).(2010). Betriebliche Gesundheitspolitik. Der Weg zur gesunden Organisation (2.Aufl.). Heidelberg: Springer.

Blum, M., Mätschke, L.-M., Wetzstein, A. (2018).iga. Praxis- 1- Business Case: Betriebliches Gesundheitsmanagement. Berlin: Initiative für Gesundheit und Arbeit (iga).

Bothe, P., Pförtner, T.-K., Pfaff, H. (2018). Prävention und Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz. In K. Hurrelmann, M. Richter, T. Klotz et al. (Hrsg.), Referenzwerk Prävention und Gesundheitsförderung. Grundlagen, Konzepte und Umsetzungsstrategien, 5. Auflage (S.391-403). Bern: Hogrefe Verlag.

Brodersen, S.,Lück, P., Hasselmann, O. (2019). iga. Praxis- 2-Nachhaltig gesund: Erfolgsfaktoren für BGM. Berlin: Initiative für Gesundheit und Arbeit (iga).GKV-Spitzenverband (2018). Leitfaden Prävention-Handlungsfelder und Kriterien nach § 20 Abs. 2 SGB V. Berlin: GKV-Spitzenverband.

Kowalski, H. (2013). Neuroenhancement-Gehirndoping am Arbeitsplatz. In B. Badura, A. Durcki, H. Schröder, J. Klose & M. Meyer (Hrsg.), fehlzeiten-Report 2013. Verdammt zum Erfolg-die süchtige Arbeitsgesellschaft? (S.27-34). Berlin: Springer.

Siegrist, J. & Dragano, N. (2008). Psychosoziale Belastungen und Erkrankungsrisiken im Erwerbsleben. Befunde aus internationalen Studien zum Anforderungs-Kontroll-Modell und zum Modell beruflicher Gratifikationskrisen. Bundesgeseundheitsblatt Gesundheitsforschung Gesundheitsschutz, 51(3), 305-312.

Stab, N., Jahn, S. & Schulz-Dadaczynski, A. (2016). Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt. Arbeitsintensität (Forschungsbericht Projekt F 2353). Dortmund: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin.