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Arbeitsschutz

Arbeitsschutzmaßnahmen dienen der Schaffung und dem Erhalt sicherer und menschengerechter Arbeitsbedingungen (Bundesministerium für Arbeit und Soziales). Ziel ist es, die Beschäftigten vor Gefahren und gesundheitlichen Schäden effizient zu schützen. Die wichtigste Gesetzesgrundlage stellt das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) dar. Mehrere Arbeitsschutzverordnungen, die sich auf bestimme betriebliche Voraussetzungen beziehen (Arbeit mir Gefahr- und Biostoffen; Lärmschutz, Lastenhandhabung etc.) ergänzen das Arbeitsschutzgesetz. 

    1Arbeitsschutz     BGM BEM     BGM BGF

     BGM BGM

Um vorhandene Gefahren im Arbeitsalltag aufzudecken, ist der Arbeitgeber zur Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung verpflichtet. Auf Grundlage dieser Ergebnisse werden die entsprechenden Schutzmaßnahmen festgelegt. Es werden nicht nur körperliche Belastungen, sondern auch psychische Belastungsfaktoren in die Analyse einbezogen.

Nach Festlegung der nötigen Schutzmaßnahmen ist der Arbeitgeber dazu verpflichtet seine Beschäftigten über eben diese zu unterweisen.

Noch vor Beginn der Aufnahme eines Beschäftigungsverhältnisses ist unter bestimmten Voraussetzungen eine Eignungsuntersuchungen notwendig, die die gesundheitliche Eignung des (zukünftigen) Arbeitnehmers für den vorhergesehenen Arbeitsplatz belegen. Sie sind vorgeschrieben für:

  • die Aufgabenwahrnehmung unter Einwirkung von ionisierten Strahlen
  • Jugendliche, die das 15., aber noch nicht das 18. Lebensjahr vollendet haben, vor Eintritt in das Berufsleben
  • Eignungsuntersuchung der Sehfähigkeit
  • Fahr-, Steuer- und Überwachungstätigkeiten
  • Arbeiten mit Absturzgefahr

Bestimmte Voraussetzungen in den Betrieben, wie bspw. der Umgang mit Gefahrenstoffen, das Tragen von Atemschutzgeräten oder auch eine Tätigkeit mit Auslandsaufenthalten, erfordern arbeitsmedizinische Vorsorgeleitungen. Sie basieren auf der Gefährdungsbeurteilung und dienen nicht als Nachweis über die gesundheitliche Eignung für einen Beruf, sondern der dauerhaften Gesunderhaltung der Beschäftigten, die verschiedenen Einflüssen ausgesetzt sind. Allerdings darf der Arbeitgeber die beruflichen Aufgaben nur durchführen lassen, wenn der Beschäftigte an der Pflichtvorsorge teilgenommen hat.

Der Arbeitgeber ist zudem verpflichtet seinen Beschäftigten Angebote für Vorsorgemaßnahmen zu unterbreiten. Diese sind für den Arbeitsnehmer freiwillig und keine Voraussetzung für die Ausübung der beuflichen Tätigkeit. Angebotsvorsorge umfasst beispielsweise:

  • Tätigkeiten an Bildschirmgeräten
  • Tätigkeiten mit Atemschutzgeräten Gruppe 1 (Gerätegewicht bis 3 kg und Atemwiederstand bis 5 bar)
  • Tätigkeiten mit Belastungen des Muskel- und Skelettsystems